Hormonspirale & Kupferspirale im Check
Wirkung, Nebenwirkungen und mögliche Beschwerden
12.04.2026 20 min
Zusammenfassung & Show Notes
Willkommen bei Gesundheitswissen to go – dein Körper ist cleverer als du denkst:-)
🎙️ Hormonspirale oder Kupferspirale gelten als modern, sicher und unkompliziert. Aber was ist mit den Beschwerden, über die oft viel zu wenig gesprochen wird? In dieser Folge geht es um mögliche Nebenwirkungen und Zusammenhänge, die im Alltag leicht übersehen werden: starke Blutungen, Regelschmerzen, Stimmungsschwankungen, Angstgefühle, Schlafprobleme, Herzrasen oder Verdauungsbeschwerden.
Ich erkläre, wie Hormonspirale und Kupferspirale wirken, welche Unterschiede wichtig sind, welche Beschwerden bekannt sind und warum neue Symptome nach dem Einsetzen ernst genommen werden sollten. Außerdem sprechen wir darüber, was nach dem Entfernen wichtig ist und warum eine gute Abklärung oft entscheidend ist. 💡🩺🌿
Ich erkläre, wie Hormonspirale und Kupferspirale wirken, welche Unterschiede wichtig sind, welche Beschwerden bekannt sind und warum neue Symptome nach dem Einsetzen ernst genommen werden sollten. Außerdem sprechen wir darüber, was nach dem Entfernen wichtig ist und warum eine gute Abklärung oft entscheidend ist. 💡🩺🌿
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ℹ️ Dieser Podcast dient der allgemeinen Information und Aufklärung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Heilpraktikerin.
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Transkript
(Transkribiert von TurboScribe. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Hormonspirale oder Kupferspirale, beide gelten als modern, sicher,
unkompliziert.
Aber warum lässt fast jede zweite Frau sie
vorzeitig wieder entfernen?
Herzrasen, Panikattacken, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme und keine
Erklärung weit und breit.
Heute räumen wir auf mit dem, was in
Aufklärungsgesprächen zu kurz kommt.
Bleib also dran, denn das wird spannender als
du denkst.
Gesundheitswissen2go, dein Podcast, wenn du medizinische Themen endlich
so verstehen willst, dass sie Sinn machen.
Ich bin Julia Kaser, Heilpraktikerin und ich erkläre
dir alles, was für deine Gesundheit wichtig ist.
Von Darm und Hormonen über Zyklus, Kinderwunsch und
Wechsellehre bis hin zu Psyche, Stress und modernen
Krankheitsbildern.
Du bekommst hier komplexe Medizin einfach erklärt mit
klaren Beispielen und praktischen Tipps, die du sofort
im Alltag anwenden kannst.
So verstehst du deinen Körper besser und kannst
deine Gesundheit selbst in die Hand nehmen.
Also zurück ins Zentrum, zu dir, lass uns
starten.
Hallo und herzlich willkommen und schön, dass du
wieder dabei bist.
Heute reden wir über ein Thema, das ich
in meiner Praxis regelmäßig auf dem Tisch habe.
Nicht, weil die Frauen wegen der Spirale kommen,
sondern weil sie wegen der ganz anderen Dinge
kommen, wie zum Beispiel Panikattacken, Schlafprobleme, Verdauungsbeschwerden,
Stimmungsabstürze.
Und irgendwann im Gespräch kommt heraus, die Spirale
sitzt schon seit Jahren drin oder saß jahrelang
drin.
Das fällt mir in der Praxis immer wieder
auf.
Ein Zusammenhang ist damit nicht automatisch bewiesen, aber
er sollte mitgedacht werden.
Und genau darum geht es heute.
Die Spirale, egal ob Kupfer oder Hormon, wird
in Aufklärungsgesprächen oft als unkomplizierte, quasi nebenwirkungsfreie
Alternative zur Pille präsentiert.
Die Wirksamkeit ist tatsächlich beeindruckend.
Über 99 Prozent.
Das stimmt.
Was dabei gerne aber weggelassen wird?
Bis zu 50 Prozent der Frauen lassen die
Spirale vorzeitig entfernen.
Das hier ist kein Plädoyer gegen Verhütung.
Es ist ein Plädoyer dafür, dass du mit
dem vollständigen Bild entscheidest und nicht mit dem
halben.
Und an dieser Stelle ist mir etwas wichtig
zu sagen.
Wenn du dich hier wiedererkennst, heißt das nicht
automatisch, dass die Spirale in diesem Fall die
einzige Ursache ist.
Es ist wichtig, dass du diese Beschwerden nicht
wegwischst.
Neue Symptome nach dem Einsitzen sollte man ernst
nehmen.
Vor allem dann, wenn sie zeitlich auffällig zusammenfallen
und wenn sich dein Blutungsmuster, dein Befinden oder
dein Körpergefühl deutlich verändert haben.
Die Spirale kann ein Faktor sein, muss es
aber nicht.
Aber sie gehört in die Abklärung mit hinein.
Und genauso wichtig.
Nicht alles ist dann automatisch nur hormonell oder
nur Stress.
Gerade bei neuen starken Blutungen, zunehmenden Schmerzen, Fieber,
ungewöhnlichem Ausfluss braucht es eine zeitnahe gynäkologische Abklärung.
Denn hinter Beschwerden können auch andere Dinge stecken.
Eine verrutschte Spirale, eine Infektion, eine Schwangerschaft, Eisenmangel
bei starken Blutungen, Schilddrüsenthemen oder andere gynäkologische Ursachen.
Stell dir vor, du hast vor zwei Jahren
die Spirale einsetzen lassen.
Alles lief gut.
Du hast dich gefreut, endlich keine Pille mehr
nehmen zu müssen.
Denn das hat dich wahnsinnig genervt, jeden Tag
daran zu denken.
Und dann, irgendwann schleichend, merkst du, dass etwas
nicht stimmt.
Du schläfst schlechter, du bist reizbarer als sonst
und manchmal kommt plötzlich dieses Herzrasen ohne erkennbaren
Auslöser.
Du bekommst die Diagnose Burnout oder sogar Angststörung.
Niemand fragt, wann hast du die Spirale einsetzen
lassen oder hattest du die Spirale?
Genau das erlebe ich in meiner Praxis immer
wieder.
Sie kommen mit Beschwerden, die sich nicht eindeutig
zuordnen lassen.
Und bei denen der Zusammenhang erst sichtbar wird,
wenn man das große, ganze Bild betrachtet.
Das Hormonsystem, der Darm, die Psyche, alles hängt
hier nämlich zusammen.
Und zwar immer.
Das Problem ist nicht die Spirale an sich.
Das Problem ist die Lücke zwischen dem, was
im Aufklärungsgespräch gesagt wird und dem, was tatsächlich
passieren kann.
Und diese Lücke schließen wir heute.
Fangen wir mit dem Grundprinzip an.
Es gibt zwei verschiedene Spiralen, die Kupferspirale und
die Hormonspirale.
Beide werden in die Gebärmutter eingesetzt und wirken
dort lokal.
Aber ihr Wirkprinzip und ihr Nebenwirkungsprofil können unterschiedlicher
kaum sein.
Die Hormonspirale wirkt vor allem direkt in der
Gebärmutter.
Sie macht den Schleim am Muttermund zäher, sodass
Spermien schlechter durchkommen.
Sie verändert die Umgebung für Spermien und sie
macht die Gebärmutterschleimhaut dünner.
Dadurch wird eine Schwangerschaft sehr zuverlässig verhindert.
Die Kupferspirale gibt kontinuierlich Kupferionen ab.
Diese wirken Spermizid.
Also sie schädigen die Spermien und verändern das
Milieu im Uterus so, dass eine Befruchtung und
Einnistung unwahrscheinlich wird.
Kein synthetisches Hormon.
Das klingt erstmal gut, vor allem für Frauen
mit Hormonsensitivität.
Aber der Preis dafür ist in vielen Fällen
eine deutlich stärkere, schmerzhaftere Periode.
Das ist kein Einzelfall, das ist die Regel.
Krämpfe, die vorher nicht da waren.
Blutungen, die länger dauern.
Wer bereits unter PMS oder Endometriose leidet, tut
sich mit der Kupferspirale keinen besonders guten Gefallen.
Und die Hormonspirale gibt das synthetische Gestagen Levonorgestrelokal
ab.
Der Gedanke?
Die Wirkung bleibt in der Gebärmutter und der
Rest des Körpers bleibt unberührt.
Das stimmt in Teilen.
Die Hormonmenge ist deutlich geringer als bei der
Pille.
Aber, und das ist entscheidend, Levonorgestrel findet seinen
Weg ins Blut.
Die Blutspiegel sind niedrig.
Das wird in Gesprächen gern als Argument genutzt.
Doch auch geringere Mengen synthetischer Hormone können bei
empfindlichen Frauen spürbare Effekte auslösen.
Und empfindlich heißt hier nicht schwach oder überempfindlich.
Das ist einfach individuelle Biochemie.
Jeder Mensch ist anders.
Die klassischen Nebenwirkungen der Hormonspirale stehen tatsächlich in
den offiziellen Informationen.
Unregelmäßige Blutungen, besonders in den ersten Monaten.
Kopfschmerzen, Akne, Brustspannen, mögliche Gewichtszunahme, verringerte
Libido.
Bei manchen Frauen bleibt die Periode ganz aus,
was für manche willkommen ist.
Aber andere bekommen das Gefühl, ihren Körper nicht
mehr lesen zu können.
Ovarialzysten können entstehen, also Zysten am Eierstock.
Sie bilden sich meist von selbst zurück, werden
bei Ultraschallkontrollen aber regelmäßig entdeckt und lösen verständliche
Verunsicherung aus.
Bei der Kupferspirale gibt es weitere Punkte, die
im Gespräch vorkommen sollten.
Stärkere Menstruationsblutungen und intensivere Regelschmerzen.
Vor allem in den ersten Monaten.
Das ist die Regel und ihre Intensivität wird
oft unterschätzt.
Frauen berichten von bis zu zehntägigen Blutungen und
Schmerzen, die in Rücken und Beine ausstrahlen.
Anhaltende starke Blutungen können zu Eisenmangel führen.
Dazu kommen spontane Abstoßungen, besonders bei Frauen, die
noch nicht geboren haben, also noch kein Kind
bekommen haben.
Und ein erhöhtes Infektionsrisiko in den ersten Wochen
nach dem Einsetzen.
Eine unbehandelte Beckeninfektion kann die Fruchtbarkeit langfristig
beeinträchtigen.
Seltenere, aber relevante Risiken sind Gebärmutterperforation, Verschiebung der
Spirale oder per einem Versagen das Risiko einer
Eileiterschwangerschaft.
Wie schon gesagt, die klassischen Nebenwirkungen der Kupferspirale
sind stärkere Blutungen und mehr Schmerzen während der
Periode.
Das ist bekannt und sollte auch immer Teil
der Aufklärung sein.
Aber dann gibt es da noch Beschwerden, die
nicht bei jeder Frau auftreten und die sich
oft nicht so leicht einordnen lassen.
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hautthemen, Haarausfall, Stimmungsschwankungen,
Libidoveränderungen oder Magendarmbeschwerden.
Aus meiner Sicht sollte auch darüber zumindest kurz
gesprochen werden.
Nicht aus fest bewiesener Standardfolge, aber als mögliche
Veränderung, bei der man genauer hinschauen sollte, wenn
sie neu nach dem Einsetzen auftritt.
Was aber bei der Hormonspirale fast nie zur
Sprache kommt, ist der nächste Punkt.
Psychische Beschwerden wie Angstgefühle, innere Unruhe oder depressive
Symptome nach einer Hormonspirale sollte man nicht einfach
abtun.
Offizielle Produktinformationen zu livonogestrelhaltigen Spiralen nennen
depressive Stimmung und Depressionen ausdrücklich als mögliche Nebenwirkungen.
Und auch wenn Angstgefühle oder Paniksymptome nicht bei
jeder Frau auftreten und nicht automatisch immer durch
die Spirale verursacht sind, gibt es dort Berichte
und Meldesysteme, die zeigen, dass solche Beschwerden im
Zusammenhang mit der Hormonspirale beobachtet werden.
Genau das macht das Thema so sensibel.
Denn wenn Symptome nicht direkt nach dem Einsetzen
beginnen, sondern schleichend und erst nach einiger Zeit
auftreten, wird ein Zusammenhang oft dann gar nicht
mehr in Betracht gezogen.
Stattdessen denkt man zuerst an Stress, Überlastung oder
andere Belastungsfaktoren.
Und natürlich muss man fair bleiben.
Nicht jede Angst, nicht jede Panik und nicht
jedes Stimmungstief ist automatisch die Folge der Spirale.
Aber genauso falsch wäre es, diesen möglichen Zusammenhang
grundsätzlich auszuschließen.
Deshalb finde ich, dass solche Beschwerden in der
Aufklärung zumindest benannt werden sollten.
Nicht um Angst zu machen, sondern damit Frauen
sich selbst ernst nehmen können, wenn sich nach
dem Einsetzen etwas verändert.
Dennoch besprechen wir kurz, wie die Frauen das
Ganze beschreiben.
Sie hatten vorher keine Angststörung.
Sie haben die Spirale einsetzen lassen, das Leben
lief weiter und dann begann es.
Herzrasen ohne Auslöser, Panikgefühle beim Einschlafen, das Gefühl,
nicht mehr bei sich zu sein.
Viele bekamen Diagnosen wie Burnout oder generalisierte Angststörungen.
Ehe irgendjemand fragte, wann hast du dir die
Spirale einsetzen lassen oder hattest du die Spirale?
Warum kann das Ganze jetzt passieren?
Was hat die Spirale denn damit zu tun?
Hormonelle Verhütung kann auch auf Stimmung, Stressempfinden oder
das Körpergefühl wirken.
Wie stark man das merkt, ist von Frau
zu Frau sehr unterschiedlich.
Die Hauptwirkung der Hormonspirale ist lokal, aber Levonorgestrel
kann auch die Hypothalamus-, Hypophysen-, Ovarachse mit beeinflussen.
Das ist das zentrale Regulationssystem für Stresshormone und
Stimmungsregulation.
Quasi die Schaltzentrale deines emotionalen Gleichgewichts.
Auch bei niedrigen Blutspiegeln kann diese Achse beeinflusst
werden und das Ergebnis eine veränderte Stressreaktivität.
Der Körper reagiert anders auf Belastungen, als er
es vorher getan hat.
Und viele, die mich kennen und den Podcast
regelmäßig hören, wissen ja, dass ich Zusammenhänge wahnsinnig
gerne erkläre.
Es hängt hier auch wieder alles zusammen und
nirgendwo wird das deutlicher als bei der Verbindung
zwischen Hormonen und dem Darm.
Stell dir den Darm vor wie ein eigenes
kleines Ökosystem mit Milliarden von Bakterien, Pilzen und
anderen Mikroorganismen, die gemeinsam das Mikrobiom bilden.
Dieses Ökosystem ist unglaublich sensibel.
Es reagiert auf Ernährung, Stress, Schlaf und eben
auch auf Hormone.
Es ist eine biologische, logische Konsequenz.
Da Levonorgestrel systemisch im Blut messbar ist und
wir wissen, dass die Darmflora, also das Estrobulum,
eng mit dem Hormonhaushalt interagiert, bleibt die Anwendung
der Spirale für das Mikrobiom oft nicht ohne
Folgen.
Das läuft über zwei Wege.
Zum einen direkt über den Blutweg, denn Hormonrezeptoren
sitzen nicht nur in der Gebärmutter.
Sie sitzen auch in der Darmschleimhaut.
Zum anderen indirekt über die Darmhirnachse, also die
bidirektionale Verbindung zwischen Nervensystem, Darm und Gehirn.
Darm und Gehirn sprechen ständig miteinander über den
Vargusnerv, über Botenstoffe, über das Immunsystem.
Und wenn in diesem System etwas verschoben wird,
merkt man das auf beiden Seiten.
Was das konkret bedeutet?
Frauen berichten über neu aufgetretene, reizdarmähnliche Symptome wie
Blähungen, veränderte Stuhlgewohnheiten, Völlegefühl, das vorher einfach nicht
da war.
Manche beschreiben auch eine erhöhte Nahrungsmittelempfindlichkeit, also
Reaktionen auf Lebensmittel, die sie früher problemlos vertragen
haben.
Das hängt damit zusammen, dass ein verändertes Mikrobiom
die Darmschleimhaut durchlässiger machen kann.
Im Volksmund auch Ligigatt genannt.
Wenn die Darmbarriere nicht mehr richtig dicht hält,
können Substanzen ins Blut gelangen, die dort nichts
zu suchen haben.
Das triggert Immunreaktionen und Entzündungsprozesse im ganzen Körper.
In meiner Praxis sieht das so aus.
Eine Frau kommt wegen Verdauungsproblemen, die seit Jahren
bestehen.
Vorher war ihr Darm unauffällig.
Der Zeitpunkt der Beschwerden korreliert mit dem Einsetzen
der Spirale.
Einen direkten Kausalnachweis kann ich hier nicht liefern.
Aber diese zeitliche Übereinstimmung begegnet mir einfach mehrfach
im Jahr.
Und wenn ich dann gleichzeitig höre, dass die
Frau sich auch noch mental anders fühlt, schlechter
schläft, gereizter ist, dann ist das kein Zufall
in meinen Augen, aber das ist nur meine
persönliche Meinung.
Das ist dann ein System, das als Ganzes
reagiert.
Und dann kommt dieser Moment, über den viel
zu wenig gesprochen wird.
Die Spirale ist raus, der Termin ist vorbei,
vielleicht heißt es noch, jetzt müsste es eigentlich
besser werden.
Und genau das hoffen viele Frauen auch.
Aber manchmal passiert etwas ganz anderes.
Die Spirale ist entfernt und trotzdem sind die
Beschwerden nicht sofort weg.
Manchmal bleiben sie erst einmal.
Manchmal verändern sie sich aber auch.
Und manchmal beginnt sogar erst dann die Phase,
in der der Körper deutlich spürbarer reagiert.
Das kann bei beiden Spiralen so sein.
Bei der Hormonspirale genauso wie bei der Kupferspirale.
Natürlich aus verschiedenen oder unterschiedlichen Gründen.
Aber die Entfernung bedeutet nicht automatisch, dass der
Körper von einem auf den anderen Tag wieder
zur Ruhe kommt.
Denn der Körper ist kein Schalter.
Man kann die Spirale nicht einfach nur herausnehmen
und erwarten, dass sofort alles wieder läuft wie
vorher.
Der Zyklus, das Nervensystem, die innere Balance, all
das braucht Zeit.
Gerade nach einer Hormonspirale kann es sein, dass
sich der Körper erst wieder neu einpendeln muss.
Nach einer Kupferspirale berichten Frauen manchmal ebenfalls, dass
sie nach der Entfernung nicht sofort beschwerdefrei sind.
Weil der Organismus noch eine Zeit braucht, um
wieder ins Gleichgewicht zu finden.
Und genau das verunsichert viele.
Wieso geht es mir denn nicht direkt besser,
obwohl die Spirale doch raus ist?
Die Antwort ist dann, weil der Körper noch
mitten in der Umstellung steckt.
Deshalb ist das so wichtig.
Beschwerden nach dem Entfernen ernst nehmen.
Nicht dramatisieren, aber auch nicht abtun.
Und oft ist es überhaupt nicht verkehrt, sich
einmal ganz heitlich anschauen zu lassen.
Also nicht nur die Spirale selbst, sondern auch
den ganzen Zusammenhang.
Zyklus, Hormone, Nervensystem, Nährstoffstatus, Stressbelastung.
Vielleicht auch die Schilddrüse oder Eisen, je nach
Beschwerden.
Und manchmal ist die Entfernung der erste richtige
Schritt.
Aber nicht automatisch schon die ganze Lösung.
So wie immer fassen wir das Ganze jetzt
nochmal zusammen.
Die Spirale ist per se nicht schlecht.
Für manche Frauen ist sie tatsächlich die richtige
Wahl.
Mit guter Verträglichkeit und ohne nennenswerte Einschränkungen.
Was mich stört, ist die Darstellung als unkomplizierte,
quasi nebenwirkungsfreie Alternative zur Pille.
Verhütung ist immer ein Eingriff in ein komplexes
System.
Und dieser Eingriff hat bei einem erheblichen Teil
der Frauen spürbare Folgen.
Körperlich und psychisch.
Wissen ist hier Macht.
Du kennst jetzt nicht nur die Erfolgsquote, sondern
auch die Ausstiegsquote.
Du weißt, dass Panikattacken nach Jahren mit der
Spirale kein Zufall sein müssen.
Und du weißt, dass Beschwerden nach dem Entfernen
nicht bedeuten, die Spirale war schuld und jetzt
muss alles sofort vorbei sein.
Du kennst deinen Körper.
Vertraue dem, was er dir sagt.
So, das war's für heute zum Thema Spirale.
Und in der nächsten Folge sprechen wir über
ein Thema, in dem sich viele Frauen sofort
wiedererkennen werden.
Perimenopause.
Warum Pippi Langstrumpf recht hatte.
Was passiert eigentlich, wenn du plötzlich nicht mehr
funktionierst wie früher?
Wenn du klarer spürst, was dir gut tut
und was nicht?
Wenn du weniger bereit bist, dich anzupassen und
stattdessen merkst, ich will das so gar nicht
mehr.
Wir schauen uns an, warum genau das kein
Problem ist, sondern oft ein Zeichen von Reife,
Klarheit und echter Körperintelligenz.
Es geht um die Perimenopause, um das Nervensystem,
um hormonelle Veränderungen und warum Frauen in dieser
Lebensphase nicht schwieriger werden, sondern oft ehrlicher, direkter
und erstaunlich präzise.
Eine Folge über das, was sich erst wie
Kontrollverlust anfühlt und sich am Ende als etwas
ganz anderes entpuppt.
Also sei wieder dabei und bis dahin pass
gut auf dich auf, denn dein Körper ist
cleverer als du denkst.
Und wenn dir diese Folge gefallen hat, dann
würde ich mich wirklich von Herzen freuen, wenn
du mich einfach deinen Freunden oder Bekannten weiterempfiehlst.
Das wäre eine riesige Unterstützung für mich.
Ich glaube fest daran, je mehr Menschen verstehen,
wie genial und klug unser Körper ist, desto
besser können wir alle auf uns selbst aufpassen.
Und das brauchen wir heute mehr denn je.
Also danke, dass du zuhörst, danke, dass du
hier bist und danke, dass du Teil dieser
kleinen, wachsenden Community bist.
Und bis dahin pass gut auf dich auf
und vergiss nicht, dein Körper ist cleverer als
du denkst.
Danke, dass du heute bei Gesundheitswissen2go wieder dabei
warst.
Hier bleibt es klar, verständlich und immer für
dich.
Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere den
Podcast und teile ihn mit jemandem, dem er
helfen könnte.
Denk daran, deine Gesundheit beginnt im Zentrum, bei
dir.
Bis zur nächsten Folge.