Gesundheitswissen to go

...klar verständlich, für Dich!

Immunsystem verstehen & natürlich stärken

Keine Booster, sondern echtes Wissen

25.01.2026 29 min

Zusammenfassung & Show Notes

Willkommen bei Gesundheitswissen to go – klar, verständlich, für dich!

Ich bin Julia Kaser, Heilpraktikerin, und in diesem Podcast erkläre ich dir medizinische Themen endlich so, dass sie Sinn machen. Wir sprechen hier über alles, was bei Ärzt:innen oft zu kompliziert oder gar nicht richtig erklärt wird – von Blutwerten und Fachbegriffen bis hin zu Darm, Hormonen, Psyche und Kinderwunsch. Denn wir alle haben ein Recht auf Wissen, Verständnis und echte Aufklärung über unseren Körper.

Mein Ansatz: Ich ziehe die Fäden zusammen und schaue auf das Gesamtbild deiner Gesundheit – Beschwerden werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang erklärt.

So bekommst du komplexe Medizin klar, verständlich und praxisnah, mit Beispielen und Tipps, die du wirklich im Alltag nutzen kannst.

👉 Gesundheitswissen to go – dein Podcast, damit Gesundheit für dich endlich verständlich wird.

Immunsystem verstehen und natürlich stärken – Keine Booster, sondern echtes Wissen
Warum wirst du schon wieder krank, während andere scheinbar nie etwas abkriegen?

In dieser Folge erfährst du endlich, wie dein Immunsystem wirklich funktioniert – und warum die ganzen Immun-Booster oft nicht das halten, was sie versprechen.
Du nimmst Vitamin C, Zink, Echinacea – und trotzdem liegst du alle paar Wochen flach? Das Problem ist: Dein Immunsystem ist kein Computer, den man einfach "hochfahren" kann. Es ist ein hochintelligentes, lebendiges System – und es braucht mehr als nur Pillen.

Das erwartet dich in dieser Folge:
🔬 Wie dein Immunsystem wirklich arbeitet – mit angeborenem und erworbenem System, die perfekt zusammenspielen (spoiler: Es ist wie eine Feuerwehr UND eine Spezialeinheit zugleich)
⚠️ Die 5 größten Immunkiller – warum chronischer Stress, Schlafmangel und einseitige Ernährung mehr kaputt machen als jedes Vitamin reparieren kann
💊 Die Wahrheit über Zink, Vitamin C und Vitamin D – welche Mikronährstoffe wirklich wichtig sind (und warum die meisten Menschen gerade im Winter einen kritischen Mangel haben)
🦠 Dein Darm als Immunzentrum – warum 70-80% deiner Immunzellen im Darm sitzen und was das für deine Abwehrkraft bedeutet
✅ 10 alltagstaugliche Tipps – keine Theorie, sondern Maßnahmen, die du sofort umsetzen kannst

Die unbequeme Wahrheit: Wenn du ständig im ersten Gang auf der Autobahn fährst, hilft auch das beste Öl der Welt nicht. Genauso ist es mit deinem Immunsystem.
Diese Folge gibt dir nicht nur Wissen, sondern echte Handlungsfähigkeit – damit du verstehst, wo deine Stellschrauben sind und was du konkret tun kannst.

Perfekt für dich, wenn:
  • Du häufig erkältet bist und endlich verstehen willst, warum
  • Du wissen möchtest, welche Supplements wirklich Sinn machen
  • Du keine Lust mehr auf Halbwahrheiten und Wundermittel hast
  • Du deinen Körper besser verstehen und unterstützen möchtest
Eine gehaltvolle Folge mit viel Aha-Effekt – versprochen!

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ℹ️ Dieser Podcast dient der allgemeinen Information und Aufklärung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Heilpraktikerin.

Transkript

(Transkribiert von TurboScribe.ai. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Kennst du das? Kaum wird es draußen kälter, schon beginnt das große Schniefen und Husten. Du fragst dich dann, warum werde ich schon wieder krank? Und was kann ich eigentlich tun, damit mein Immunsystem mich besser schützt? Die gute Nachricht ist, dein Immunsystem ist ein absolutes Wunderwerk. Hochintelligent, anpassungsfähig und extrem lernfähig. Aber es braucht die richtigen Bedingungen, um wirklich gut arbeiten zu können. Und genau darum geht es heute. Wie du dein Immunsystem verstehst und gezielt stärkst? Nicht mit irgendwelchen Wundermitteln, sondern mit echtem Wissen und praxisnahen Maßnahmen, die wirklich funktionieren. Bleib also dran, denn es wird spannender als du denkst. Gesundheitswissen to go, dein Podcast, wenn du medizinische Themen endlich so verstehen willst, dass sie Sinn machen. Ich bin Julia Kaser, Heilpraktikerin und ich erkläre dir alles, was für deine Gesundheit wichtig ist. Von Darm und Hormonen über Zyklus, Kinderwunsch und Wechseljahre bis hin zu Psyche, Stress und modernen Krankheitsbildern. Du bekommst hier komplexe Medizin, einfach erklärt mit klaren Beispielen und praktischen Tipps, die du sofort im Alltag anwenden kannst. So verstehst du deinen Körper besser und kannst deine Gesundheit selbst in die Hand nehmen. Also zurück ins Zentrum, zu dir, lass uns starten. Hallo und herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge von Gesundheitswissen to go. Schön, dass du wieder dabei bist. Heute sprechen wir wieder über eines der faszinierendsten Systeme unseres Körpers, nämlich unserem Immunsystem. Gerade jetzt, wo wir wieder in der kälteren Jahreszeit sind, tauchen nämlich immer wieder viele Fragen auf. Was kann ich tun, um nicht ständig krank zu werden? Warum bin ich alle paar Wochen erkältet, während andere scheinbar gar nichts abbekommen und bringen diese ganzen Immunbooster überhaupt etwas? Heute möchte ich dir erzählen, wie dein Immunsystem wirklich funktioniert, nicht als trockene Theorie, sondern so, dass du es verstehst, was in deinem Körper abläuft und vor allem, was du konkret tun kannst, um deine Abwehrkräfte zu stärken. Dabei schauen wir uns drei zentrale Säulen an. Erstens, wie dein Immunsystem arbeitet und was es schwächt und stärkt. Zweitens, welche Mikronährstoffe wirklich wichtig sind und drittens, welche Rolle spielt die Ernährung, der Lebensstil und dein Darm dabei wirklich? Bevor wir aber in die Welt der Mikronährstoffe eintauchen, möchte ich eines klarstellen. Unser Immunsystem ist weit mehr als ein Ziel für Nahrungsergänzungsmittel. Es ist ein hochintelligentes, lebendiges und gleichzeitig vergängliches System, das jeden Tag für uns arbeitet. In meiner Praxis sehe ich immer wieder, Menschen suchen nach Präparaten, dem Booster, dem schnellen Trick. Welche Vitamine soll ich nehmen? Was hilft gegen Erkältungen? Aber eigentlich ist das Immunsystem ein Spiegel unseres Alltags. Vielleicht kennst du das auch. Du nimmst Vitamin C, Zink, vielleicht auch noch Echinacea und trotzdem legst du alle paar Wochen flach. Und warum? Weil Supplemente zwar wichtige Bausteine liefern können, absolut, aber die Grundlage dafür, wie gut diese Bausteine wirken, wird durch dein tägliches Verhalten gelegt. Das heißt, wenn du chronisch gestresst bist, schlecht schläfst, dich einseitig ernährst und dich kaum bewegst, dann können die besten Vitamine der Welt nicht ausgleichen, was dein Lebensstil kaputt macht. Und genau das ist das Problem, was ich in der Praxis so oft sehe. Menschen investieren Geld in teure Präparate, aber sie ändern nichts an den Dingen, die ihr Immunsystem Tag für Tag überlasten. Daher möchte ich heute beides zusammenbringen. Die gezielte Supplementierung und gleichzeitig das tiefe Verständnis dafür, wie sehr dein Lebensstil darüber entscheidet, ob dein Immunsystem gestärkt oder überlastet ist. Wie funktioniert dein Immunsystem überhaupt? Lass uns von vorne anfangen. Dein Immunsystem besteht aus zwei großen Bereichen, die perfekt zusammenarbeiten. Dem angeborenen und dem erworbenen Immunsystem. Das angeborene Immunsystem ist deine erste Verteidigungslinie. Stell dir vor, es brennt irgendwo. Die Feuerwehr rückt sofort aus, ohne zu fragen, was genau brennt. Hauptsache, das Feuer wird gelöscht. Genauso funktioniert das angeborene Immunsystem. Es umfasst zunächst deine physikalischen Barrieren, also die Haut und die Schleimhäute. Deine Haut ist mit einem leicht sauren pH -Wert und ihrer dichten Struktur wie eine undurchdringliche Festung. Deine Schleimhäute in Nase und Rachen und auch dem Darm produzieren Schleim, der Erreger einfängt. Und sie sind mit winzigen Flimmerhirschen ausgestattet, die wie kleine Besen alles nach draußen zurückbefördern, was da nicht hingehört. Schaffen es die Erreger dennoch durch diese Barrieren, kommen die zellulären Komponenten ins Spiel. Hier gibt es die Makrophagen, das sind die Fresszellen. Die verschlingen die Eindringlinge ganz einfach. Dann gibt es die natürlichen Killerzellen. Die erkennen identifizierte Körperzellen und zerstören sie, bevor sich Viren oder Bakterien weiter ausbreiten können. Und dann gibt es die Granulozyten. Diese setzen aggressive Substanzen frei, die Bakterien einfach abtöten. Und das Besondere? Diese Reaktion erfolgt innerhalb von Minuten bis Stunden. Sie ist unspezifisch, aber extrem schnell. Das erworbene Immunsystem ist deine Spezialeinheit. Es nennt sich auch das adaptive Immunsystem. Das ist wie eine Spezialeinheit, die genau weiß, gegen wen sie kämpft. Es braucht ein paar Tage, um hochzufahren, ist aber dafür präzise und total effektiv. Hier spielen die T-Zellen und die B -Zellen die Hauptrolle. Die T-Helferzellen koordinieren die Immunantwort wie ein Dirigent. Die cytotoxischen T-Zellen zerstören infizierte Zellen ebenfalls gezielt. Und die regulatorischen T-Zellen sorgen dafür, dass die Immunreaktion nicht über das Ziel hinausschießt. Und die B-Zellen produzieren Antikörper, maßgeschneiderte Waffen gegen spezifische Erreger. Und das Geniale? Sowohl T- als auch B-Zellen bilden Gedächtniszellen. Einmal mit einem Erreger konfrontiert, erkennt sie ihn beim nächsten Mal sofort wieder und reagiert dann noch viel schneller. Was aber oft unterschätzt wird, ist nämlich das intelligente Zusammenspiel. Diese beiden Systeme arbeiten wirklich Hand in Hand. Das angeborene System ist ein Frühwarnsystem und alarmiert über Botenstoffe, die sogenannten Zytokine, das erworbene System. Und umgekehrt unterstützt das erworbene System das angeborene. Das heißt, Antikörper wirken wie Leuchtmarker. Sie kennzeichnen Erreger und machen sie für die Fresszellen viel deutlicher sichtbar. Wenn mir dann ein Patient oder eine Patientin sagt, ich bin ständig erkältet und mein Immunsystem funktioniert nicht, dann ist das meistens kein Totalausfall, sondern eine Störung genau in dieser feinen Kommunikation. Jetzt wird's richtig spannend. Denn bevor wir über Vitamine und Supplemente sprechen, müssen wir verstehen, wo die Stellschrauben sind. Chronischer Stress ist wahrscheinlich der am meisten unterschätzte Faktor. Und ich meine hier nicht den kurzen Stress vor einer Präsentation, vor einem Podcast, sondern chronischen, dauerhaften Stress. Was passiert dabei im Körper? Unter Stress schüttet deine Nebenniere vermehrt Cortisol aus. Cortisol ist eigentlich ein wichtiges Hormon. Es hilft dir in akuten Gefahrensituationen, mobilisiert Energie, erhöht die Aufmerksamkeit. Kurzfristig also kein Problem und sogar wichtig. Aber chronisch erhöhtes Cortisol unterdrückt die Bildung von Zytokinen, reduziert die Aktivität von T-Zellen und hemmt die Antikörperproduktion. Studien zeigen sogar, Menschen unter chronischem Stress haben eine deutlich höhere Infektanfälligkeit und brauchen länger, um sich von Infekten wieder zu erholen. Dann haben wir das Thema Schlafmangel. Ein weiterer massiver Faktor, muss ich sagen. Im Schlaf, besonders im Tiefschlaf, regeneriert sich dein Immunsystem. T-Zellen werden gebildet, Gedächtniszellen etabliert und entzündliche Prozesse herunterreguliert. Menschen, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, haben ein dreimal höheres Risiko, sich mit Erkältungsviren zu infizieren als Menschen, die sieben bis acht Stunden pro Nacht schlafen. Dann haben wir die einseitige Ernährung. Mit viel Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln fördern wir stille Entzündungen, sogenannte Low-Grade Inflammation. Das hält dein Immunsystem permanent auf Trab, erschöpft es aber gleichzeitig. Es ist wie eine Feuerwehr, die ständig zu Kleinbränden ausrücken muss und dann bei einem großen Brand keine Kraft mehr hat. Das Thema Bewegungsmangel ist auch hier wichtig zu erwähnen. Oder vielmehr das Gegenteil, das Übertraining. Das ist nämlich auch nicht gut. Studien zeigen, Menschen, die drei bis vier Mal pro Woche moderat trainieren, haben 25 bis 50 Prozent weniger Infekte als Bewegungsmuffel. Aber Achtung! Intensives Training, Marathonläufe, extremer Ausdauersport, das kann das Gegenteil bewirken. Nach sehr intensiven Belastungen gibt es ein Zeitfenster von drei bis 72 Stunden, in dem die Immunabwehr geschwächt ist. Dann kommen wir noch zu einem Thema, nämlich den Umweltgiften und dem oxidativen Stress. Umweltgifte erzeugen freie Radikale, die Immunzellen und die Darmbarriere direkt schädigen. Entzündungen fördern und wichtige Antioxidantien verbrauchen. Die brauchen wir nämlich, um die freien Radikale abzubauen. Das schwächt dann deine Abwehr noch nachhaltig dazu. Merkst du was? Es geht immer um Balance. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Dein Körper mag nämlich keine Extreme. Okay, kommen wir jetzt zu den konkreten Nährstoffen. Ich konzentriere mich heute auf drei zentrale Akteure, nämlich Zink, Vitamin C und Vitamin D. Und warum diese drei? Naja, weil sie auf verschiedenen Ebenen wirken und ihre Kombination besonders wirkungsvoll ist. Kommen wir zuerst zu Zink, dem Immunmineral. Zink ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Für die Immunabwehr ist es absolut zentral. Ohne ausreichend Zink können sich T-Zellen nicht richtig teilen und differenzieren. Auch natürliche Killerzellen brauchen Zink, um ihre Arbeit zu machen. Und besonders interessant ist, Zink hemmt die Vermehrung von Viren. Es stört ein Enzym, das Viren brauchen, um sich zu vermehren. Bei Erkältungsviren ist dieser Effekt gut dokumentiert. Und das Problem, Zinkmangel ist häufig, wird aber auch nicht erkannt, da es in normalen Blutabnahmen nicht als Wert mit abgenommen wird. Und woran erkennt man dann einen Zinkmangel? Die Symptome sind unspezifisch. Häufig langwierige Infekte zum Beispiel, schlechte Wundheilung, Schnitte und Ratzer brauchen ewig, um zu heilen. Hausfall, brüchige Nägel mit weißen Flecken, Hautprobleme wie Akne oder Eczeme und Geschmacks- und Geruchsstörungen sind auch dabei. Besonders gefährdet für Zinkmangel sind Vegetarier und Veganer. Pflanzliches Zink ist nämlich schlechter bioverfügbar. Die enthaltene Fötinsäure bindet Zink im Darm und führt dadurch zu einer schlechteren Aufnahme. Auch ältere Menschen, Menschen mit chronischen Darmerkrankungen und Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, an Zinkmangel zu leiden. Die besten Quellen sind tierische Lebensmittel. Austern sind Spitzenreiter, aber wer isst die täglich? Ich nicht. Aber realistischer sind Rindfleisch, Käse und Eier. Pflanzliche Quellen sind Kürbiskerne, Haferflocken. Und Linsen. Mein Tipp für vegetarische Menschen, Getreide einweichen, das reduziert die Fötinsäure und eventuell zusätzlich Zink supplementieren. Lass dich da am besten individuell beraten. Jeder kennt Vitamin C. Aber die wenigsten wissen, wie vielfältig es für die Immunabwehr wirkt. Erstens, Vitamin C ist ein potentes Antioxidant. Immunzellen produzieren bei ihrer Arbeit freie Radikale, um Erreger zu töten. Das ist gewollt. Aber die Radikale können auch die Immunzellen selbst schädigen. Vitamin C fängt diese Radikale ab und schützt so die Immunzellen vor Selbstzerstörung. Zweitens, Vitamin C fördert die Beweglichkeit von Immunzellen. Sie wandern dann schneller zum Infektionsherd, wenn ausreichend Vitamin C vorhanden ist. Drittens, Vitamin C stimuliert die Produktion von Interferon. Das sind Botenstoffe, die virusinfizierte Zellen warnen. Achtung, Viren im Anmarsch. Fahrt eure antivirale Abwehr auf. Viertens, Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme. Warum ist das für die Immunabwehr so relevant? Weil Immunzellen Eisen brauchen. Bei Eisenmangel ist die T-Zell-Vermehrung gestört. Und fünftens, Vitamin C ist an der Kollagensynthese beteiligt. Kollagen ist ein zentraler Bestandteil von Haut und Schleimhäuten, also deiner ersten Barriere. Die Studienlage zur Vitamin C ist differenziert. Eine prophylaktische Gabe reduziert bei der Normalbevölkerung die Erkältungshäufigkeit nur minimal. Aber bei Menschen unter hoher körperlicher und psychischer Belastung sieht es ganz anders aus. Da kann Vitamin C deutlich schützend wirken. Und auch die Krankheitsdauer kann sich verkürzen. Wichtig ist, die Wirkung ist am besten, wenn Vitamin C bereits vor dem Auftreten der Symptome genommen wird. Die besten Quellen sind frische, rohe Lebensmittel. Paprika, besonders die rote, Brokkoli, Citrusfrüchte. Hagebutten und Sanddorn sind absolute Vitamin-C-Boom. Vitamin C ist allerdings hitzeempfindlich und wasserlöslich. Langes Kochen zerstört es, langes Wässern schwemmt es aus. Kommen wir zu Vitamin D oder besser gesagt Hormon D. Denn streng genommen ist Vitamin D kein Vitamin, sondern ein Hormon. Wir können es sogar selbst herstellen, wenn UVB -Strahlung auf unsere Haut trifft. Die Bedeutung von Vitamin D für das Immunsystem wird erst seit ca. 20 Jahren wirklich verstanden. Und die Entdeckung? Praktisch jede Immunzelle trägt Rezeptoren für Vitamin D. Das heißt, Vitamin D wirkt direkt auf alle Zellen der Immunabwehr. Ohne Vitamin D bleiben T-Zellen in einer Art Schlafzustand, und können so nicht auf Erreger reagieren. Mit Vitamin D werden sie aktiviert und können ihre Aufgabe erfüllen. Gleichzeitig moduliert Vitamin D überschießende Immunreaktionen. Es fördert die Bildung von regulatorischen T-Zellen, die dafür sorgen, dass Immunreaktionen nicht außer Kontrolle geraten. Das ist bei Autoimmunerkrankungen besonders relevant. Ein weiterer faszinierender Mechanismus ist, Vitamin D stimuliert die Bildung von antimikrobiellen Peptiden. Das sind körpereigene Antibiotika, die Viren, Bakterien und Pilze direkt abtöten. Und jetzt kommt das Problem. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung hat in den Wintermonaten zu niedrige Vitamin-D-Spiegel. Ich würde sogar sagen, auch in den Sommermonaten. Viele sogar deutlich zu niedrig. Das ist aus immunologischer Sicht problematisch. Und warum ist das so? Gerade in den Wintermonaten, also zwischen Oktober und März, steht die Sonne in unseren Breitengraden so tief, dass die UVB-Strahlung nicht ausreicht, um in der Haut Vitamin D überhaupt zu bilden. Selbst wenn wir im T-Shirt draußen stehen würden, was wir aber bei 5 Grad nicht tun, würde auch nichts bringen. Hinzu kommt auch noch, mit zunehmendem Alter sinkt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden. Und die Aufnahme über die Nahrung? Naja, sehr schwierig. Fetter Fisch wie Lachs, Makrele, Hering liefern etwas Vitamin D. Ein Ei auch. Aber um auf ausreichende Mengen zu kommen, müsstest du täglich große Mengen davon essen. Unrealistisch und unbezahlbar. Die Datenlage ist beeindruckend. Große Studien zeigen, eine Vitamin-D-Supplementierung kann das Risiko für akute Atemwegsinfekte reduzieren. Und je niedriger der Ausgangsspiegel, desto größer der Schutzeffekt. Wichtig. Vitamin D sollte idealerweise mit Vitamin K2 kombiniert werden. Vitamin D erhöht die Calciumaufnahme im Darm. Das ist gewollt, nämlich für die Knochen. Aber wir wollen nicht, dass sich Calcium in den Gefäßen ablagert. Hier kommt Vitamin K2 ins Spiel. K2 aktiviert Proteine, die Calcium in die Knochen einbauen und aus den Gefäßen fernhalten. Die Macht der Synergien dieser Kombination. Was oft vergessen wird, diese Mikronährstoffe arbeiten nicht allein. Sie ergänzen sich, verstärken sich und wirken zusammen auf das Immunsystem. Selen zum Beispiel, ein weiteres wichtiges Spurenelement, unterstützt die Aktivierung von Vitamin D. Selen plus Vitamin C zum Beispiel, diese beiden bilden ein starkes anti-oxidatives Team. Selen plus Zink schützt Immunzellen vor oxidativen Schäden. Das Ziel ist Balance, nicht ständiges Pushen. Dein Immunsystem soll ein starkes, stabiles und ausgeglichenes Niveau bekommen. Nicht einzelne Stoffe, die das Ganze maximal fahren. Jetzt kommen wir zu einem Punkt, den ich nicht oft genug betonen kann. Dein Darm ist dein Immunzentrum. Hier sitzen 70 bis 80 % aller Immunzellen, die sogenannten GALT, dem Darm-assoziierten lymphatischen Gewebe. Warum ist der Darm so wichtig? Er hat die größte Kontaktfläche zur Außenwelt und wird permanent trainiert durch Bakterien, Viren und Nahrungsbestandteile. Eine gesunde Darmflora sorgt für eine regulierte Immunantwort. Sie produziert kurzkettige Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken. Sie stärkt die Darmbarriere und verhindert, dass sich krankmachende Keime ansiedeln können. Und sie fördert die Bildung von IgA-Antikörpern. Das ist unsere erste Abwehrlinie an den Schleimhäuten. Deshalb gilt, Supplemente können unterstützen, aber sie ersetzen keine gute Ernährung, die dein Mikrobiom nährt. Was schwächt denn dein Darm? An allererster Stelle stehen hier Antibiotika. Sie zerstören nicht nur krankmachende Bakterien, sondern auch deine gesunde Darmflora. Chronischer Stress und Schlafmangel schwächen die Darmbarriere massiv. Einseitige Ernährung, vor allem mit viel Zucker, füttern die falschen Bakterien. Auch Alkohol und Nikotin schädigen die Schleimhaut direkt. Aber du kannst deinen Darm auch gezielt unterstützen. Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut bringen gute Bakterien mit. Präbiotische Ballaststoffe aus Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchten sind das Futter für deine Darmflora. Regelmäßige moderate Bewegung fördert die Darmbewegung und verbessert die Vielfalt des Mikrobioms. Was kannst du konkret tun, um dein Immunsystem zu stärken? Ich gebe dir heute zehn alltagstaugliche Tipps, die wirklich funktionieren. Tipp Nummer eins ist bunt und vielfältig. Ernährung ist die Grundlage. Sie liefert deinem Immunsystem genau die Nährstoffe, die Immunzellen brauchen, um überhaupt arbeiten zu können. Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und gesunde Fett. Und der erste sehr einfache, aber wirkungsvolle Schritt. Reduziere Zucker, Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel. Das kann sofort Entlastung schaffen. Tipp Nummer zwei Bewegt dich moderat, aber regelmäßig. Du musst keinen Sport anfangen, den du nach zwei Wochen wieder abbrichst. Es geht um kontinuierliche moderate Aktivierung. Schon ein Spaziergang täglich erhöht die Aktivität der natürlichen Killerzellen, senkt entzündliche Prozesse und stabilisiert das vegetative Nervensystem. Wichtig ist draußen. Tageslicht reguliert deinen Kortisol Rhythmus und Naturkontakt. Besonders in Wäldern wirkt durch pflanzliche Botenstoffe tatsächlich immunaktivierend. Ein Tipp, der sich bewährt hat. Gehe jeden Tag einmal zehn Minuten schneller als du eigentlich willst. Das reicht schon. Tipp Nummer drei Schlaf ist heilig. Im Tiefschlaf bildet dein Körper T-Zellen, reguliert Entzündungsbotenstoffe und repariert Gewebe. Weniger als sechs Stunden Schlaf bedeuten ein deutlich erhöhtes Infektrisiko. Feste Schlafenszeiten auch am Wochenende. Letzte Bildschirm Nutzung mindestens 60 Minuten vorher. Kühles Schlafzimmer, kein Koffein nach 14 Uhr und kein Alkohol am Abend. Und wenn du Einschlafprobleme hast, kann Magnesium helfen. Lass dich da individuell beraten, welche Form und Menge für dich am besten passt. Höre dazu auch gerne meine Podcast-Folge zum Thema Magnesium. Tipp Nummer vier Manage deinen Stress. Chronischer Stress ist einer der stärksten Immun-Suppressoren. Aber du kannst einfache Werkzeuge nutzen, um hier Abhilfe zu schaffen. Zum Beispiel fünf Minuten tiefe Bauchatmung. Leg ein Buch auf deinen Bauch, das muss sich beim Atmen anheben. Kurze alltagstaugliche Meditationen, wenn du das möchtest. Und Minipausen zur Entlastung. Wichtig ist, wähle etwas, das zu dir passt. Selbst zwei bis drei Minuten am Tag helfen deinem Immunsystem schon. Tipp Nummer fünf Trink genug Wasser. Viele Menschen trinken schlicht zu wenig und trockene Schleimhäute sind ein erhebliches Risiko, besonders in der Erkältungszeit. Gut befeuchtete Schleimhäute sind deine erste Schutzschicht. Ganz praktisch. Achte darauf, dass du über den Tag verteilt ausreichend trinkst. Dein Urin sollte hellgelb sein, nicht dunkelgelb. Tipp Nummer sechs Nutze Kälte- und Wärmereize. Wechselduschen, Saunagänge oder kurze Kältereize aktivieren das sympathische Nervensystem und mobilisieren Immunzellen. Wenn du kalt duschen möchtest, reichen schon kurze Momente am Ende. Es geht nicht darum zu frieren, sondern darum, einen Reiz zu setzen. Tipp Nummer sieben Geh raus in die Natur. Tageslicht stabilisiert Hormonsystem und Schlafrhythmus. Nakturkontakt, besonders Wälder, erhöht messbar die Aktivität der natürlichen Killerzellen. Täglich draußen sein und wenn möglich in der Natur. Das ist Immuntraining ohne Anstrengung. Tipp Nummer acht Pflege soziale Kontakte. Aus Sicht der Psychoneuroimmunologie sind positive soziale Kontakte ein echter Immunfaktor. Positive Emotionen reduzieren Stresshormone, fördern Regeneration und verbessern die Immunfunktion. Pflege also Kontakte, die dir gut tun. Das ist echte Medizin für dein Immunsystem. Tipp Nummer neun Supplementiere gezielt, aber nicht blind. In der Erkältungssaison kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein, besonders bei Zink, Vitamin C und Vitamin D in Kombination mit Vitamin K2. Wichtig, nicht blind supplementieren. Lass deine Werte checken und fülle gezielt auf. Besonders bei Vitamin D, Ferritin, Selen und Zink lohnt sich ein Bluttest. Eine individuelle Beratung durch einen Therapeuten hilft dir, die richtige Dosierung für dich zu finden. Tipp Nummer zehn Fang klein an und bleib dran. Das Wichtigste zum Schluss. Fang mit einer Sache an, nicht mit allen zehn auf einmal. Vielleicht gehst du einfach ab morgen jeden Tag spazieren oder du trinkst ab sofort ausreichend Wasser täglich oder du gehst jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett. Eine Sache führt zur nächsten. Das ist die Kraft von Konsistenz. Kleine regelmäßige Gewohnheiten sind oft wirksamer als jede einzelne große Maßnahme. Lass uns das kurz zusammenfassen, was wir heute gelernt haben. Dein Immunsystem ist ein hochintelligentes, lebendiges System, das aus zwei Bereichen besteht. Dem angeborenen und dem erworbenen Immunsystem. Beide arbeiten Hand in Hand. Die wichtigsten Schwächungsfaktoren sind chronischer Stress, Schlafmangel, einseitige Ernährung, Bewegungsmangel und Umweltgifte. Die drei zentralen Mikronährstoffe für dein Immunsystem sind Zink, Vitamin C und Vitamin D. Sie wirken auf verschiedenen Ebenen und ihre Kombination ist besonders wirkungsvoll. Dein Darm ist deine Immunzentrale. Hier sitzen 70 bis 80 Prozent aller Immunzellen. Eine gesunde Darmflora ist entscheidend für eine gute Abwehr. Und die wichtigste Botschaft? Dein Immunsystem lässt sich nicht einfach boosten. Es lebt von täglicher, kontinuierlicher Unterstützung durch Ernährung, Erholung, Bewegung und intelligente Supplementierung. So, das war's für heute. Eine richtig gehaltvolle Folge, die auch etwas länger war. Was mir ein bisschen leid tut. Aber ich bin froh, dass du bis zum Ende drangeblieben bist. Aber ich hoffe, du nimmst diese drei Dinge wirklich mit. Verständnis, weil du jetzt weißt, wie dein Immunsystem arbeitet. Klarheit, weil du verstehst, wo die echten Stillschrauben sind. Und Handlungsfähigkeit, weil du jetzt weißt, was du konkret tun kannst. Und in der nächsten Folge geht es um die Tage vor der Periode. Warum sich für manche Frauen diese Tage anfühlen wie kompletter Kontrollverlust. Wir sprechen über PMDS, eine oft übersehene Erkrankung, bei der Hormone das Gehirn aus dem Takt bringen. Und warum Betroffene endlich ernst genommen werden müssen. Und wenn dir diese Folge gut getan hat oder etwas angestoßen hat, dann freue ich mich riesig, wenn du sie weiter empfiehlst oder jemandem schickst, der davon profitieren könnte. Ich mache diesen Podcast komplett alleine. Jede Idee, jede Recherche, jede Aufnahme. Umso mehr bedeutet es mir, wenn du mich dabei unterstützt, dieses Wissen weiter in die Welt zu tragen. Und bis dahin pass gut auf dich auf und vergiss nicht, dein Körper ist cleverer als du denkst. Danke, dass du heute bei Gesundheitswissen to go wieder dabei warst. Hier bleibt es klar, verständlich und immer für dich. Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere den Podcast und teile ihn mit jemandem, dem er helfen könnte. Denk daran, deine Gesundheit beginnt im Zentrum bei dir. Bis zur nächsten Folge.